Jeyaratnam Caniceus

Mitglied der ÖDP
Ratsherr der Stadt Kempen

 

ÖDP/Linke: Kein Radschnellweg durchs Wohngebiet
von Ratsfraktion ÖDP/Linke Kempen
24.05.21     Klicks:404     A+ | a-
Das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel rückt zunehmend in den Mittelpunkt aktueller Mobilitätskonzepte. Der Niederrhein soll in den kommenden Jahren durch eine Radschnellverbindung in die Niederlande bereichert werden. Kempen spielt bei der Planung des neuen Velo-Highways eine wichtige Rolle. Das soll auch zu innerstädtischen Baumaßnahmen führen. Nicht alle Vorhaben stoßen auf Gegenliebe. Am Donnerstag, 27. Mai, tagt der Umwelt- und Klimaausschuss im Forum St. Hubert und bespricht unter anderem einen Antrag der Fraktion ÖDP/Linke zur Verhinderung der Wegführung durch das Wohngebiet im Kempener Süden.

Die grenzüberschreitende Radstrecke von Horst aan de Maas über Venlo, Nettetal, Grefrath, Kempen, Tönisvorst nach Krefeld ist ein zentrales Großprojekt der Region. Der Ausbau des Radwegs durch die Ortskerne soll das Fahrrad im Alltagsverkehr attraktiver machen. Die Kostenschätzung von Experten liegt bei über 17 Millionen Euro. Aufwendige Kriterien müssen beachtet werden, um die Anerkennung als Radschnellverbindung und damit verbundene Zuschüsse zu erhalten. Wichtige Aspekte sind beispielsweise ein Zweirichtungsverkehr auf mindestens vier Metern Breite, Platz für Fußgänger und geringe Zeitverluste an Knotenpunkten.Der Ausbau zwischen Krefeld und Kempen bietet laut einer Machbarkeitsstudie besonderes Potenzial. Dadurch könnten speziell Pendler vom Auto auf die gesündere und umweltschonende Zweiradvariante umsatteln. Teilstrecken durch bebaute Bereiche seien dabei unvermeidbar, dokumentiert das Referat für Umwelt und Klimaschutz der Stadt Kempen unter Federführung des Technischen Beigeordneten Torsten Schröder.

ÖDP/Linke befürchten ein erhöhtes Unfallrisiko
Jeyaratnam Caniceus, Vorsitzender der ÖDP-Linke-Fraktion, möchte die geplanten Baumaßnahmen im Wohngebiet an der Maria-Basels-Straße und Sankt-Peter-Allee verhindern. „Die Vorster Straße eignet sich mit nur vier Kreuzungen deutlich besser“, sagt er. Sankt Töniser-Straße oder ein Umweg über die Felder seien auch bessere Alternativen. Caniceus sammelt Unterschriften und hofft, mit seinem Antrag ein Umdenken im Ausschuss zu erwirken.

Sankt-Peter-Allee und Maria-Basels-Straße seien für die internationale Trasse gänzlich ungeeignet, sagt Caniceus. Der Fraktionsvorsitzende argumentiert, dass die Strecke 24 Kreuzungen aufweise. Das ansässige Seniorenheim Sankt Peter und der Kindergarten machten keine hohen Geschwindigkeiten möglich. Zu groß sei das Unfallrisiko.„Um eine Förderung für den Radschnellweg zu erhalten, werden 2000 Radfahrer täglich vorausgesetzt“, sagt der Ratsherr. „Das kann dieses Wohngebiet nicht stemmen!“ Auch die geplante Brücke über den Kempener Außenring (B509) sieht Caniceus äußerst kritisch und fürchtet neben einer Übergröße zu hohe Kosten des Bauprojekts. „Die Stadt muss weg von ihrer Holzhammer-Methode“, fordert er.Die Verwaltung empfiehlt, den Antrag von ÖDP und Linken abzulehnen. In der Begründung heißt es, dass kein fachlicher Grund erkennbar sei, speziell die Tempo-30-Zonen des Wohngebiets im Kempener Süden von vornherein aus dem Planungsraum auszuschließen. Für Diskussionsstoff bei der Ausschusssitzung ist also gesorgt. Zuschauer sind nach erfolgter Registrierung begrenzt zugelassen.

Anmeldungen sind möglich unter Telefon 917-1212 oder per Email an:andrea.weiss@kempen.de


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