1) Wie  kam ich zur Politik?

Ich war als Kind schon politisch sehr interessiert. Seit ich in Deutschland lebe habe ich alle politischen Ereignisse  in den Medien verfolgt, aber mich vorerst zurückgehalten, weil  mein Aufenthaltsstatus nicht geklärt war. Auch hatte ich durch meine Ausbildung zum Elektriker und durch meine Meisterprüfung sehr wenig Zeit. Nach meiner Einbürgerung stand mein Entschluss fest,  in die Politik zu gehen.

2) Warum bin ich  bei Bündnis 90/ Die Grünen?

Hier ist die  damals verlorene „Hessen Wahl“  und  die Unterschriften Aktion gegen die doppelte Staatbürgerschaft von  Roland Koch zu nennen. Diese Aktion von Koch hat mich zusätzlich  ermuntert  zu den  Grünen zu gehen. Die Grünen sind eine sehr weltoffene Partei. Sie setzen sich  für viele gesellschaftliche Randgruppen ein,  z.B. für  Migranten,  etc. Ökologie und die Friedensbewegung sind ebenfalls ein großes Anliegen der Grünen.
Es ist ein Selbstverständliches für die Grünen auch Migranten für ein Amt und/ oder ein Mandat zu akzeptieren.

3)Inwiefern habe ich  Schwierigkeiten  in der Deutschen Kommunalpolitik?

Die Politiker müssen wie  Marathon-Läufer sein. Man braucht einen langen Atem, Ausdauer und  eine Menge Geduld. Ich muss immer durch „dicke Bretter bohren“ nach dem Motto: „Auch wenn ich sie nicht durchbohre, habe ich wenigstens Spuren hinterlassen“ .Anfänglich habe ich ein Menge Unterstützung erhalten, aber  später musste ich  wie jeder andere alleine kämpfen. Das ist auch richtig so. Doch meine Fraktion und Ortsverband stehen immer voll hinter mir.

4) Inwiefern engagiere ich mich für Migranten in der Kommunalpolitik?

Ich engagiere mich nicht nur für Migranten, sondern auch für alte und behinderte Menschen, für Kinder und Jugendliche.
So wie das Schicksal es will, besteht  aber meine  politische Arbeit zum größten Teil   aus Integration und Ausländerpolitik. Hier kann ich meine eigenen Erfahrungen  zielgenau einsetzen und meiner Forderung nach  mehr Integration Ausdruck verleihen. Die Presse hat immer ein offenes Ohr für meine politischen Forderungen. In Kempen bin ich nun nicht mehr der unbekannte „Ausländer“. Ich möchte gerne ein Brückenbauer sein, ein Eisbrecher, der den Weg frei macht, auch wenn  das nicht immer leicht ist.
In Kempen bin ich das erste Ratsmitglied mit Migrationshintergrund. Deswegen bekomme ich auch eine große mediale Aufmerksamkeit.
Ich fordere mehr Ausbildungsplätze für Migranten auch in der Stadt- und Kreis Verwaltung nach dem Motto: „Integration durch Ausbildung“. Ich setze mich politisch für Sportvereine ein, die  Migranten fördern, wie z.B. der Kempener Box Club.
Ich plädiere für die Abschaffung von Lebensmittel-Gutscheinen und für eine menschliche Unterbringung von Flüchtlingen. Auch organisiere ich zusammen mit  dem multikulturellen Forum Veranstaltungen,  damit sich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund kennen lernen. Ich erachte eine frühkindliche Sprachförderung, eine Hausaufgabenbetreuung und  eine angemessene Betreuung von Flüchtlingen für dringend notwendig.
 

zuletzt aktualisiert am 09.02.2012 

© by Jeyaratnam Caniceus 2002 - 2012 

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